Den Thrips besiegen: Bester Ansatz für den Pflanzenschutz

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In der dynamischen Welt des Gartenbaus ist der Kampf gegen Krankheiten und Schädlinge ein fortlaufendes und sich ständig weiter entwickelndes Problem. Bei der jüngsten Syngenta Flowers-Frühstücksveranstaltung ‘Rio’ auf der Internationalen Pflanzenmesse in Essen stand das allgegenwärtige Problem von Thrips parvispinus im Rampenlicht; einem Schädling, der den Produzenten seit seiner Entdeckung im Europa im Jahr 2001 zu schaffen macht. Cristina Prados Fernández, Technical Specialist bei Koppert Biological Systems, vermittelte auf dem Podium ihr Fachwissen über Strategien des integrierten Pflanzenschutzes (IPS), die auf die Bekämpfung des hartnäckigen Schädlings zugeschnitten sind.

Koppert als ein führendes Unternehmen im Bereich der biologischen Schädlingsbekämpfung und Bestäubung mit einem Umsatz von ca. 280 Millionen Euro (300 Millionen US-Dollar) im Jahr 2021, betreibt 11 Tochterunternehmen und beschäftigt 2.750 Mitarbeiter. Ihr Ansatz beim Pflanzenschutz beschränkt sich nicht nur auf die eigentliche Bekämpfung, sondern dehnt sich auch auf das Verständnis des Schädlings bzw. der Krankheit selbst aus.

Cristina erklärte, dass der in Indonesien beheimatete Thrips parvispinus aufgrund seines breiten Spektrums an Wirtspflanzen, seiner besonderen physischen Merkmale und seines Fortpflanzungsverhaltens Produzenten vor einzigartige Herausforderungen stellt. Thrips parvispinus wurde in Europa erstmals 2001 in Griechenland an Gardenien entdeckt. Die von diesem Thrips verursachten Pflanzenschäden sind vor allem an zarten Blättern und an den Stängeln in Knospennähe sichtbar. Sie reichen von Fraßschäden bis hin zu Wachstumsverzögerungen, Blüten– und Fruchtschäden, Beeinträchtigung der Photosynthese und darüber hinaus können Thripse als Vektoren Pflanzenkrankheiten übertragen.

 

Thrips parvispinus

Thrips parvispinus unterscheidet sich von anderen Thripsen durch seine zweifarbigen Fühler und seine unterschiedlich breiten Streifen, während die Streifen der anderen Thripsarten gleich breit sind. Das Männchen von Thrips parvispinus ist blass gefärbt, während das Weibchen schwarz/braun ist. Unter Bedingungen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit (rF) von 65 % und Temperaturen von 20-25 °C ist ein Lebenszyklus bis zum Imago innerhalb von 14-16 Tagen abgeschlossen. Ein anderes beunruhigendes Merkmal ist, dass T. parvispinus von 40 verschiedenen Pflanzengattungen, beginnend mit Okra (Abelmoschus) bis hin zu Mais (Zea), beherbergt werden kann.

Cristina legte die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, integrierten Schädlingsbekämpfungsstrategie (IPS) dar, die chemische, biologische, ökosystemische, physikalische und technologische Methoden umfasst. Sie betonte die Bedeutung der biologischen Bekämpfung als Eckpfeiler des integrierten Pflanzenschutzes und erörterte verschiedene natürliche Feinde von Thrips parvispinus, von Raubmilben bis hin zu Nematoden und entomopathogenen Pilzen, die ausschließlich Insekten angreifen.

Diese Liste der ‘natürlichen Feinde’ wurde auf der Grundlage einer umfassenden Untersuchung erstellt, bei der die folgenden Parameter bewertet wurden:

•    Fruchtbarkeit, der Weibchen
•    Prädation und die Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme
•    Fähigkeit, den Schädling zu lokalisieren
•    Überlebende Thripse bei ausschließlicher Fütterung
•    Zusatzfütterung von Nützlingen (nützliche Organismen)
•    Formate/Dosierungen/Datum der Einführung
•    Entdecken nützlicher Organismen und Entwickeln neuer Anwendungstechniken

Entscheidende Tipps zur Bekämpfung von Thrips parvispinus:

•    Entfernung von Pflanzenresten aus vorangegangenen Anbauzyklen
•    Manuelles Stutzen/Entspitzen, um sowohl den geschädigten Pflanzenteil als auch die darauf befindlichen Thripse gleichermaßen zu beseitigen
•    Einrichtung einer Quarantänezone im Gewächshaus für das gesamte Ausgangsmaterial
•    Einrichtung eines zuverlässigen Überwachungssystems zur Erkennung und Markierung der von Thripsen befallenen Pflanzen
•    Stellen Sie sicher, dass genügend Nahrung für die nützliche Organismen vorhanden ist
•   Wechseln Sie die entomopathogenen Nematodenarten (EPN)
•    Planen Sie eine erste Behandlung im Sommer
•    Planen Sie chemische Behandlungen im Dezember, um die Population zu reduzieren

Haben Sie mit Thrips parvispinus zu tun? Oder haben Sie irgendwelche Fragen? Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Ulrich Eberhardt, Technical specialist bei Syngenta Flowers

Rainer Peters, Technical Specialist bei Syngenta Professional Solutions
Arnaud de Mortain, Technical specialist bei Syngenta Flowers